Agieren am internationalen Büromarkt: Strategien und Trends

Deutschland hat für österreichische Immobilienunternehmen seit einigen Jahren eine enorme Anziehungskraft.

Einerseits machen die Polyzentralität und Marktgröße, die Nähe und gemeinsame Sprache unser Nachbarland zu einem attraktiven Investmentstandort. Diese Faktoren werden derzeit noch verstärkt durch ein allgemein historisch niedriges Zinsumfeld und die wirtschaftliche Stärke sowie das günstige Umfeld für Finanzierungen in Deutschland.

Und CEE? Hier haben die Österreicher stark am Aufschwung mitgearbeitet. Und viele sind immer noch erfolgreich auf diesen Märkten tätig. Unser Rezept für eine erfolgreiche internationale Marktbewirtschaftung: Portfoliostärke und Visibilität an jedem Standort, eigene Teams mit lokaler Marktexpertise vor Ort und eine möglichst tiefe Wertschöpfungskette, um den Return on Investment zu optimieren. Das heißt: Im eigenen Kompetenzbereich von der Grundstücksaufbereitung, der Planung und Entwicklung bis zur Vermietung und Bewirtschaftung oder dem Verkauf der Immobilie alles aus einer Hand anzubieten. Diese In-house Projektentwicklung bringt uns höhere Wertschöpfung und – nach Fertigstellung – beste Bestandsqualität.

Evolution statt Revolution: Der langsame Wandel der Arbeitswelten

Entwicklungskompetenz ist ein riesiger Vorteil für das Bestandsgeschäft und ermöglicht dem Vermieter bestmögliche Flexibilität in der langfristigen Servicierung seiner Mieter. Flexible Strukturen, die fließende Übergänge von Arbeits- und Kommunikationsräumen bei gleichzeitig effizientester Flächennutzung – Stichwort Desk-Sharing – ermöglichen, sind zunehmend gefragt. Wer solche Anforderungen in der Entwicklungsphase einkalkuliert und umsetzt, wird auch die neue Generation der Entscheidungsträger als Mieter gewinnen können.

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Das Büro der Zukunft – oder wo und wie würden Sie gerne arbeiten?

Wohin könnte die Reise gehen? Bestehende und künftige Mieter quer durch alle Branchen lassen klare Tendenzen erkennen: Dem Büro als Ort der Identifikation und der sozialen Bindung, als Schnittstelle zwischen virtueller und realer Welt, kommt auch in Zukunft eine wichtige Bedeutung zu. Der eigene Arbeitsplatz wird kleiner bzw. löst sich in bedarfsgerecht genutzten Großraumstrukturen auf, Statussymbole ändern sich. Urbane Räume, die Arbeit und Freizeit verbinden, sind gefragt. Individuelle Arbeitszeiten, die mehr persönlichen Freiraum bieten, und Arbeitsumfelder, die effiziente Produktivität und Innovationskraft fördern, kommen dem verstärkten Wunsch nach Work-Life-Balance entgegen.

Fazit: Im internationalen Büroimmobiliengeschäft sind neue Konzepte gefragt. Zur Akquise und Bindung vor allem größerer Mieter werden ein guter Standort und technische Ausstattung nicht reichen. Das Büro als Lifestylefaktor ist im Vormarsch.