Frankfurt

Spürbar rückläufiger Flächenumsatz. Der Frankfurter Büromarkt verzeichnete in den ersten drei Quartalen den schwächsten Flächenumsatz der letzten zehn Jahre.

Mit einem Ergebnis von 275.000 Quadratmeter im gesamten Marktgebiet wurde das Vorjahresresultat um stolze 22 Prozent verfehlt. Besonders auffallend der für Frankfurter Verhältnisse ausgesprochen geringe Anteil größerer Abschlüsse über 5.000 Quadratmeter. In den beiden oberen Größenklassen zwischen 5.000 und 10.000 Quadratmeter sowie über 10.000 Quadratmeter wurden bisher nur ein bzw. zwei Vertragsabschlüsse registriert.

Allein aufgrund dieser für Frankfurt ungewöhnlichen Situation hat sich der Flächenumsatz im Vergleich zum Vorjahr um rund 71.000 Quadratmeter verringert, wodurch sich über 90 Prozent des Rückgangs beim Gesamtergebnis erklären lassen. Eine Ursache ist dabei in längeren Entscheidungsprozessen der Unternehmen zu sehen, die nicht zuletzt aus der Stimmungseintrübung und verringerten Wachstumsprognose der Gesamtwirtschaft resultiert.

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Leerstand nimmt ab

Trotz des moderaten Flächenumsatzes nimmt der Leerstand in weiter ab. Seit Mitte 2014 hat er sich um fast drei Prozent verringert und liegt aktuell bei knapp 1,86 Millionen Quadratmeter. Damit bewegt er sich wieder auf dem gleichen Niveau wie 2008. Mit einem Volumen von rund 839.000 Quadratmeter stellen modernen Leerstände rund 45 Prozent des Gesamtleerstands.

Auch wenn sich für die kommenden drei Monate ein deutlich höherer Umsatz abzeichnet als in den Vorquartalen, erscheint ldiglich ein Gesamt-resultat zwischen 400.000 Quadratmeter und 450.000 Quadratmeter realistisch. Aufgrund der geringen Bautätigkeit sowie der anhaltenden Umwidmung von Büro- in Wohnflächen wird sich der Leerstand voraussichtlich weiter reduzieren. Die Spitzenmiete sollte in der nächsten Zeit auf dem erreichten Niveau konstant bleiben.