Impulsbringer für die Entwicklung von ländlichen Regionen

Impulsbringer für die Entwicklung von ländlichen Regionen

Neue Hotelbetriebe und Investitionen in die touristische Infrastruktur (wie z.B. Thermen, Bergbahnen, Kongresszentren etc.) sind wichtige Impulsbringer für die Entwicklung von ländlichen Regionen.

Gerade touristische Leuchtturmprojekte (z.B. neue markengeführte Hotelbetriebe, Zusammenschluss von Skigebieten) tragen zum Wachstum von regionalem Wohlstand bei. Österreich, vor allem der Osten, hat in den vergangenen Jahrzehnten massiv von solchen Projekten profitiert.

Viele dieser Projekte wurden mit Förderunterstützung von EU, Bund und Ländern realisiert. Wenn man den zahlreich publizierten Studien glaubt, sind die Fördermittel über die direkte und indirekte Wertschöpfung wieder zu den Fördergebern zurückgeflossen. Seit sich die Förderkulisse in den vergangenen Jahren verändert hat, ist die Finanzierung und damit die Realisierung solcher Projekte immer schwieriger geworden. Neue Hotelprojekte sind heute überwiegend nur über den Verkauf von Residenzen finanzierbar, was vielen Gemeinden ein Dorn im Auge ist. Die meisten Investoren erwarten Renditen, die außerhalb österreichischer Großstädte bei vielen Projekten nicht zu verdienen sind. Realisierte Projekte sind zur Mangelware geworden; häufig bleiben die Businesspläne in den Schreibtischen der Entwickler oder Bürgermeister liegen.

Im österreichischen Tourismus (an dieser Stelle ist nicht von Wien oder Salzburg die Rede) bedarf es daher Investoren mit Durchhaltevermögen und soliden, realistischen Renditeerwartungen (der sogenannte „Sechsprozenter“ ist häufig eine illusorische Vorstellung), neuer Investitionsmodelle und einer wieder erstarkten Förderkulisse. Nachdem Letzteres vermutlich Wunschdenken bleiben wird, ist vor allem Kreativität bei der Finanzierung von Projekten gefragt. PPP-Modelle, Crowd Funding im großen Stil, Investitionen von Infrastrukturbetrieben oder Ähnliches werden erforderlich sein, um die Dynamik und Innovationskraft in den Regionen zu stärken bzw. nicht zu verlieren.