Wohnen hoch im Kurs

Die Preise haben ihr Niveau gefunden. Für größere Bestandsportfolios sind unverändert Quadratmeterpreise zwischen 750 und 900 Euro pro Quadratmeter anzusetzen. Ältere Bestandsobjekte (Block Sales) bewegen sich weiterhin überwiegend im Bereich von 1.100 bis 1.300 Euro pro Quadratmeter.

Das Transaktionsvolumen mit größeren Wohnungsbeständen lag in den ersten drei Quartalen 2014 bei gut 9,47 Milliarden Euro, was einer Steigerung um 14 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Der zehnjährige Durchschnitt konnte sogar um 28 Prozent übertroffen, und das drittbeste jemals registrierte Ergebnis erzielt werden.

Verantwortlich hierfür ist vor allem ein sehr starkes erstes Quartal mit rund 5,1 Milliarden Euro Investmentumsatz. Insbesondere einige Großdeals, wie die Ankäufe von rund 30.000 Wohneinheiten der Vitus-Gruppe, 11.500 von der Dewag durch die deutsche Annington oder ein von der BUWOG erworbenes Paket mit ca. 18.000 Wohnungen, sorgten für diesen Investitionsschub. Aber auch das dritte Quartal mit einem Resultat von knapp 2,55 Mrd. Euro unterstreicht das weiterhin große Interesse an deutschen Wohnimmobilien. Berücksichtigt wurden in der Analyse 188 Transaktionen mit knapp 160.000 Wohneinheiten. Knapp zwei Drittel aller Deals wurden im eher kleinteiligen Marktsegment bis 25 Millionen Euro abgeschlossen, was für eine breite und rege Nachfrage unterschiedlicher Anleger spricht.

Mit einem Anteil von gut 71 Prozent am Transaktionsvolumen führen auf mehrere Standorte verteilte Bestandsportfolios die Riege der Assetklassen erwartungsgemäß klar an. Projektentwicklungen konnten ihren Bedeutungszuwachs festigen und liegen auch nach neun Monaten bei knapp 10 Prozent.

Vor allem eigenkapitalstarke Core-Investoren sind in diesem Marktsegment sehr aktiv und mit großer Intensität auf der Suche nach Investitionsmöglichkeiten. Deutlich zugenommen hat der Anteil älterer Bestandsobjekte (Block Sales), der sich mittlerweile auf gut 16 Prozent beläuft. Mehr als 79 Prozent des Transaktionsvolumens entfallen auf deutsche Investoren. Der Anteil ausländischer Käufer hat sich leicht auf knapp 21 Prozent verringert. Der Löwenanteil hiervon entfällt nach wie vor auf europäische Investoren, die fast 16 Prozent zum Gesamtumsatz beitragen. Ein Großteil hiervon resultiert aus dem Ankauf von rund 18.000 Wohnungen durch die BUWOG.