Investment Immobilienzinsen steigen im April erneut

Impf-Fortschritte, optimistischere Konjunkturaussichten und steigende SWAP-Sätze haben laut Interhyp Immobiliendarlehen im vergangenen Monat weiter verteuert. Im historischen Kontext bleibt Immobiliengeld jedoch weiterhin extrem günstig.

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Immobilienzinsen steigen im April erneut

„Topzinssätze für lange Fixzinsbindungen können nicht mehr lange gehalten werden. Wir sehen Woche für Woche wie die Konditionen bei vielen Partnern ansteigen“, so Andreas Luschnig, Interhyp-Niederlassungsleiter in Wien. Im Mittel liegen die Angebotszinsen von zehnjährigen Fixzinsbindungen - bei einer Kreditsumme von 300.000 Euro und einer Laufzeit von 30 Jahren – mittlerweile bei 1,26 Prozent nominal und 1,65 Prozent effektiv, was einem Sprung von mehr als 0,3 Prozent gegenüber dem Vormonat entspricht. Die besten Zinssätze bleiben mit 0,8 Prozent nominal und 1,1 Prozent effektiv dagegen weiterhin auf dem Niveau vom März. Ebenfalls stabil halten sich mit 0,3 Prozent nominal und 0,6 Prozent effektiv die Bestzinssätze für variable Kredite.

Wie geht die Reise weiter? Laut Interhyp-Trendbarometer, einer monatlichen Befragung von Zinsexperten österreichischer und deutscher Kreditinstitute, prognostiziert die Mehrheit ein kurzfristig relativ stabiles Zinsniveau, das auf Jahressicht weiter steigen wird. Interhyp-Experte Luschnig empfiehlt all jenen, die vor dem 1. Juni 2019 eine Finanzierung abgeschlossen haben, einen Blick in ihre Unterlagen zu werfen, um ihre Konditionen zu prüfen. Nachsatz: „Auch wenn sich mögliche Ersparnisse durch Umschuldungen mittlerweile hierzulande ein wenig herumgesprochen haben: Wir glauben weiterhin, dass ein Großteil der Österreicher noch zu viel Geld für den Hypothekarkredit zahlt.“

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