Concrete Student Trophy 2020

Das Thema des interdisziplinären Studentenwettbewerbs war ein Hochhaus mit Begrünung, gefragt war ein Vorentwurf für das Baufeld H5 in der Seestadt Aspern, direkt am See. Noch steht am Baufeld das "Flederhaus", geplant von den Architekten Heri & Salli, ein mobiler Treffpunkt, der Besuchern zur Information über die Seestadt dient.

19.11.2020 | Donnerstag vor 5 Tagen von Amelie Miller
Concrete Student Trophy 2020 Foto: Brügel/Heinrich,/Ober

Concrete Student Trophy 2020

Die Vereinigung der Österreichischen Zementindustrie, VÖZ, hat in Zusammenarbeit mit den Technischen Universitäten Österreichs die Concrete Student Trophy vor 15 Jahren ins Leben gerufen mit dem Ziel, die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Architektur und Bauingenieurwesen bereits während der Ausbildung zu fördern. Der Studentenwettbewerb ist mit insgesamt 12.000 Euro dotiert. Die Jury, unter dem Vorsitz von Architektin Silja Tillner, prämierte sieben Projekte aus den 15 Einreichungen. Gefragt war ein Hochhaus mit Begrünung. Die Concrete Student Trophy wurde von einer Interessengemeinschaft bestehend aus Bauunternehmen und -verbänden, unter der fachlichen Begleitung österreichischer Universitäten und Fachhochschulen sowie mit inhaltlicher Unterstützung der Stadt Wien, der Wien 3420 aspern Development AG und des Innovationslabors Grünstattgrau vergeben.

Der hochkarätigen und ebenfalls interdisziplinären Jury gehörten neben der Juryvorsitzenden Silja Tillner folgende Mitglieder an: Georgine Zabrana, Stadt Wien – Kompetenzzentrum übergeordnete Stadtplanung, Smart City Strategie, Partizipation, Gender Planning (KPP); Peter Hinterkörner, Wien 3420 aspern Development AG; Jürgen Preiss, Stadt Wien – Umweltschutz; Werner Sellinger, Landschaftsarchitekt ÖGLA, grünplan Landschaftsarchitekten, Innovationslabor Bauwerksbegrünung GrünStattGrau; Markus Querner und Peter Krohn als Vertreter von iC Consulenten ZT GesmbH; Robert Seiser, Ingenieurbüro ste.p ZT GmbH; Gernot Brandweiner, Verband Österreichischer Beton- und Fertigteilwerke (VÖB) und Gernot Tritthart, Lafarge Zementwerke GmbH.

Eine lobende Erwähnung gab es zudem für die Idee und das Konzept der Concrete Student Trophy selbst. Der Studentenpreis der VÖZ erhielt eine Nominierung beim alpha awards Grand Prix. Prämiert werden Veranstalter von Wettbewerben, denen es gelungen ist, ein strategisches Ziel zu erreichen und Menschen in Bewegung zu bringen. In der Jurybegründung wurde vor allem "die interdisziplinäre Herangehensweise in Kombination mit einem Nachwuchsaward" betont, denn "Awards in dieser Art erreichen meist weniger Publicity als werbliche Awards, können aber langfristig viel mehr bewirken". Nach 15 Jahren Concrete Student Trophy eine besondere Auszeichnung. "Das freut uns wirklich, denn genau diese Punkte stehen im Fokus unseres Wettbewerbes: Die Jugend einzubeziehen wie auch die Interdisziplinarität zu forcieren", freut sich Claudia Dankl, Zement + Beton Handels- und Werbeges.m.b.H. und stellvertretende Geschäftsführerin VÖZ.

Preisträger und Anerkennungen

Erster Platz "Capa Verde" (TU Graz): Auszug aus der Jurybegründung: Das Gebäude fügt sich städtebaulich unaufdringlich, jedoch sehr elegant in die prominente Lage am See ein und wirkt als attraktiver Wohnturm überzeugend. Preisgeld: 3.000 Euro

Zweiter Platz "Living Tetris" (TU Wien): Auszug aus der Jurybegründung: Beeindruckend sind die ausführlichen Überlegungen zum vielfältigen Begrünungskonzept. Die Begrünung an der tragenden Konstruktion ist, insbesondere durch Unterstützung der tragenden Wirkung, günstig realisierbar. Das Team erhielt ein Preisgeld von 2.500 Euro.

Dritter Platz "Ein Familienhaus" (TU Wien): Auszug aus der Jurybegründung: Die Jury lobt explizit die professionelle Präsentation sowie die erkennbar schlüssige Zusammenarbeit des Projektteams. Das Konzept entspricht dem Trend des allgemeinen Wunsches nach einem Haus mit Garten, gelöst als bauplatzsparender Ansatz. Preisgeld: 2.000 Euro

Vierter Platz "Grüne Spirale" (TU Wien): Auszug aus der Jurybegründung: bestechende Idee der Spirale von geschoßweise versetzten und mittels Treppen miteinander verbundenen Freiräumen. Durch das Andocken dieser Freiflächen an die Stiegenhäuser erhalten diese eine – gerade in Hochhäusern wichtige – zusätzliche Qualität (Belichtung, Ausblick) und Erweiterung mit gemeinschaftlich nutzbaren Flächen. Preisgeld: 1.500 Euro

Eine Anerkennung, dotiert mit jeweils 1.000 Euro, erhielten die Projekte "Concrete Jungle – Die vertikale Stadt" (TU Wien), "climbing curtain" (TU Wien) und "Green Lakeview Tower" (TU Graz).

Christian Brügel, Julia Ober, Thomas Heinrich (v.l.n.r.) von der TU Graz Foto: Brügel/Heinrich,/Ober