ImmoFakten Energiepreise für österreichische Haushalte steigen

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Der Juli bringt erneut Schub bei den Energiepreisen, gegenüber Juli 2020 ist Haushaltsenergie um 14 Prozent teurer.

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Energiepreise für österreichische Haushalte steigen
  • Mit einem Plus von 2,2 % liegt die Preissteigerung im Monatsvergleich wie im März wieder über 2 % 
  • Alle Energieträger kosten mehr als im Vormonat 
  • Gegenüber Juli 2020 ist Haushaltsenergie um 14 Prozent teurer
  • Vor allem Treibstoffe treiben den Energiepreisindex, mit zunehmender Elektrifizierung der Mobilität sinkt aber ihre Bedeutung

Die Energiepreise für österreichische Haushalte lagen im Juli um 13,7 % über dem Vorjahresniveau und setzten damit ihren Trend fort. Die Inflation lag in diesem Zeitraum bei 2,9 %. Die Energiepreise blieben damit weiterhin ein zentraler Preistreiber. Besonders trifft dies auf Treibstoffe, aber auch Heizöl zu. Im Vergleich zum Vormonat Juni stieg der von der Österreichischen Energieagentur berechnete Energiepreisindex (EPI) um 2,2 %, die allgemeine Teuerung lag auch hier mit 0,3 % deutlich niedriger. Zuletzt lag die monatliche Preissteigerung im März (2,1 %) über der 2 %-Marke.

Treibstoffe treiben den Energiepreisindex

Die Preise für Heizöl stiegen im Juli um 3,8 % und lagen damit im Jahresvergleich um 28,2 % über dem Wert vom Juli 2020. Eine Tankfüllung von 3.000 Litern kostete damit um ca. 500 Euro mehr als noch vor einem Jahr. Diesel kostete im Juli 2021 um 2,8 % mehr als im Juni 2021 und um 20,6 % mehr als im Juli 2020. Die Preise für Superbenzin stiegen im Juli um 3,5 % und lagen damit um 23,2 % über dem Vorjahreswert. Eine Tankfüllung mit 50 Litern Diesel kostete um 10 Euro, mit Superbenzin um 12 Euro mehr als vor einem Jahr.

„Treibstoffe haben auf Grund ihres hohen Gewichts bei der Berechnung des Österreichischen Energiepreisindex große Bedeutung für dessen Entwicklung. Dies wird sich zukünftig deutlich verändern, denn der Weg in Richtung E-Mobilität ist vorgezeichnet“, analysiert Herbert Lechner, Geschäftsführer der Österreichischen Energieagentur. Zwar ist der Bestand nach wie vor massiv von Verbrennern dominiert und nur 1,2 % der Fahrzeuge sind vollelektrisch. „Der Trend ist jedoch eindeutig und zeigt in Richtung batterieelektrische Fahrzeuge. Seit 2017 verzeichnen Diesel-PKWs deutliche Marktverluste, von denen kurzzeitig Benziner profitierten – mittlerweile zeigen aber auch deren Neuzulassungen nach unten. Dagegen wurden in den ersten sieben Monaten 2021 mehr reine Elektroautos zugelassen als im gesamten Jahr 2020. Und Politik und große Player der Automobilhersteller treiben diese Entwicklung weiter“, betont Lechner.

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