International Evergrande will Gläubiger in Raten oder mit Aktien auszahlen

Der angeschlagene Immobilienkonzern China Evergrande will Insidern zufolge seine Schulden bei ausländischen Gläubigern über einen längeren Zeitraum abstottern oder ihnen Anteile an zwei Töchtern anbieten.

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Evergrande will Gläubiger in Raten oder mit Aktien auszahlen

Der mit mehr als 300 Mrd. Dollar (280 Mrd. Euro) verschuldete chinesische Konzern will Verbindlichkeiten bei ausländischen Kreditgebern und Anleihe-Haltern im Volumen von 22,7 Mrd. Dollar in neue Bonds umzutauschen, sagten zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen

Diese würden dann über einen Zeitraum von sieben bis zehn Jahren zurückgezahlt. Die Gläubiger erhielten außerdem die Wahl, ihre Forderungen in Anteile an der Evergrande-Dienstleistungssparte oder am Elektroautobauer Evergrande New Energy einzutauschen.

Evergrande-Verwaltungsratschef Hui Ka Yan hoffe darauf, dass die Anleihengläubiger das Angebot annähmen, da der Konzern nicht über viele ausländische Vermögenswerte verfüge, die schnell zu Geld gemacht werden könnten, sagte einer der Insider. Weder der Immobilienkonzern noch die Regionalregierung der Provinz Guangdong, die die Restrukturierung von China Evergrande leitet, waren zunächst für einen Kommentar zu erreichen. Die Aktien von Evergrande und den Töchtern sind seit Mitte März vom Handel ausgesetzt.

Zwei ausländische Anleihenhalter sagten, sie würden den Tausch der Verbindlichkeiten in Aktien vorziehen. Sie bezweifelten, dass Evergrande wegen des einbrechenden Geschäfts die neuen Bonds bedienen könne. Der Kursverfall der notleidenden Dollaranleihen von Evergrande hievte die Rendite der bis 2024 laufenden Titel auf zuletzt rund 183 Prozent. Vor diesem Hintergrund würden einige Hedgefonds bei einem Umtausch in Aktien sogar einen Bewertungsabschlag, im Fachjargon Haircut genannt, in Kauf nehmen, sagte ein Börsianer. "Sie wollen einfach nur raus." (apa/reuters)

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