Immobilien-Finanzierungsboom setzt sich fort

2020 vermittelte Credinet.at für Privatkunden trotz Pandemie ein Immobi-lien-Kredit-Volumen von 106 Millionen Euro. Die aktuell niedrigen Zinsen befeuern auch 2021 den Immo-Markt.

13.01.2021 | Mittwoch vor 12 Tagen von Amelie Miller
Immobilien-Finanzierungsboom setzt sich fort Foto: AdobeStock/vladwel

Immobilien-Finanzierungsboom setzt sich fort

Eduard Issel, Gründer des Kreditvermittlungsportals Creditnet.at: Die unsicheren wirtschaftlichen Aussichten und auch die niedrigen Zinsen nutzten viele Privatanleger und Investoren für ein Engagement im Immobilienmarkt.

Kein Wunder, denn im Jahresschnitt 2020 lagen die Top-Kreditzinsen im variablen Bereich bei 0,3 Prozent und bei 20-jährigen Fix-Zinskrediten bei 1,2 Prozent effektiv. Davon profitierte auch Creditnet.at. Das Kreditvermittlungsvolumen 2020 betrug beim heimischen Kreditvermittlungs-Pionier 106 Millionen Euro. Nur rund 15 Prozent davon waren variable Darlehen, der Rest Fixzinskredite mit unterschiedlich langen Laufzeiten.

Issel: Auch das Thema Umschuldung nahm 2020 Fahrt auf. Jedoch zahlen die Österreicher besonders bei Altkrediten wie Bausparverträgen immer noch Milliarden zu viel an Zinsen. Sehr gewundert hat uns, dass von den rund zehn Milliarden Euro in Fremdwährungskrediten nur wenige die aktuelle Niedrigzinsphase zur Umschuldung nutzten. Zu viele dieser Kreditnehmer geben sich der Hoffnung hin, die offensichtlich gewordenen Nachteile der Fremdwährung aussitzen zu können.
Alexander Meixner, Prokurist von Creditnet.at: Aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Situation rechnen wir in den nächsten drei bis fünf Jahren mit keinen wesentlichen Zinssteigerungen.