Investment International KPMG zeigt Adler Group für neuen Jahresabschluss kalte Schulter

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG Luxembourg will den Jahresabschluss 2022 der deutschen Adler Group entgegen eines Vorschlags des Verwaltungsrats des angeschlagenen Immobilien-Investors nicht prüfen.

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KPMG Luxembourg habe Adler mitgeteilt, "dass KPMG nicht als Abschlussprüfer für den Jahres- und Konzernabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2022 zur Verfügung steht", erklärte die Adler Group am Dienstag. Sie wolle nun einen neuen Abschlussprüfer suchen.

"Der Verwaltungsrat hat beschlossen, der Hauptversammlung vorzuschlagen, KPMG erneut als Abschlussprüfer für den Jahresabschluss 2022 zu bestellen", hatte die Adler Group noch am Morgen erklärt. "Die sehr professionellen Gespräche mit KPMG sind im Gange." Davon war am Nachmittag keine Rede mehr. "Diese Entscheidung seitens KPMG kommt für uns äußerst überraschend, ist enttäuschend und irritierend", erklärte Verwaltungsratschef Stefan Kirsten nun. Die Adler-Aktien gerieten daraufhin erneut unter Druck und notierten am Nachmittag 11,6 Prozent tiefer bei 5,15 Euro.

KPMG hatte der Adler Group bereits das Testat für den Jahresabschluss 2021 verweigert. Die Wirtschaftsprüfer erklärten damals zur Begründung, ihnen seien in Zusammenhang mit einigen Transaktionen wichtige Informationen nicht zugänglich gemacht worden. Adler sei nach der Verweigerung des Testats für seinen Jahresabschluss 2021 von den Kapital- und Bankmärkten abgeschnitten, hatte Kirsten gesagt. Der Verwaltungsrat strebt eigenen Angaben zufolge ein uneingeschränktes Testat für 2022 an. Zunächst aber muss er einen neuen Wirtschaftsprüfer finden. (apa/reuters)

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