Positionen & Meinungen S Immo: Es bleibt bei der Verschiebung der Hauptversammlung

Laut CEO Bruno Ettenauer will man den Aktionären eine fundierte Entscheidung über die von der Immofinanz beabsichtigte Abschaffung des Höchststimmrechts in der Satzung der S Immo ermöglichen.

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S Immo: Es bleibt bei der Verschiebung der Hauptversammlung

„Wir stehen dem Übernahmewunsch der Immofinanz grundsätzlich nicht negativ gegenüber“, so Bruno Ettenauer anlässlich der Präsentation des Jahresergebnisses 2020 am Donnerstag. Zur Verschiebung der ursprünglich am 30. April angesetzten Hauptversammlung habe man sich aus einem einfachen Grund entschieden: Man kenne die Angebotsunterlage nicht. Derzeit noch unbekannte fundamentale Informationen zu den strategischen Plänen der Immofinanz und der Angebotsstruktur würden wohl erst im Zuge ihrer Freigabe und Veröffentlichung durch die Übernahmekommission bekannt werden. „Erst dann können wir die Vor- und Nachteile evaluieren und den Aktionären aufzeigen“, so Ettenauer. 

Die logische Abfolge wäre für Ettenauer, die Aktionäre nach der Veröffentlichung des Ergebnisses der ursprünglichen Angebotsfrist über den von der Immofinanz gestellten Antrag, das Höchststimmrecht abzuschaffen, entscheiden zu lassen. Letzteres wurde ja von der Immofinanz zur ausdrücklichen Bedingung für das angekündigte öffentliche Übernahmeangebot gemacht. Dabei sei es theoretisch möglich, dass das Angebot noch zurückgezogen werde – auch für den Fall, dass das Höchststimmrecht gekippt werde. „Wir sehen das ganz pragmatisch: Ist die Immofinanz mit ihrem Übernahmeangebot erfolgreich, wenn sie also mehr als 50 Prozent der ausstehenden S-Immo-Aktien erhält, dann werden wir für eine Abschaffung des Höchststimmrechts stimmen“, stellt Ettenauer klar. Stand jetzt halte man nichts von der Einberufung einer Hauptversammlung. Nachsatz: „Es bleibt bei der Verschiebung.“