Investment Zinshaus Wiener Zinshausmarkt erreicht 2021 Vorkrisenniveau

Im Jahr 2021 fanden in ganz Wien 668 Verkäufe statt. Gegenüber dem Jahr 2020 bedeutet dies eine deutliche Steigerung von +31 Prozent. Damit gilt das Wiener Zinshaus laut aktuellem Zinshaus-Marktberichts von Otto Immobilien als veritabler „Fels in der Brandung“.

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Wiener Zinshausmarkt erreicht 2021 Vorkrisenniveau

„Das gesamte Verkaufsvolumen (Asset und Sharedeals) beträgt im Vorjahr 2,1 Mrd. Euro, ohne Share Deals lag das Transaktionsvolumen bei knapp über 1,6 Milliarden Euro“, berichtet Philipp Maisel, Teamleiter Zinshaus bei Otto Immobilien.

Vor allem der 10. und 20. Wiener Gemeindebezirk verzeichnete einen regelrechten Boom: Hier wurde mit 91 Millionen Euro im 20. und 109 Millionen Euro im 10. Bezirk fast das Doppelte umgesetzt, wie im Vorjahreszeitraum. Im Jahresvergleich (Frühjahr 2021) hat sich das Volumen in fast allen Bezirken außer dem 11. und dem 19. Bezirk deutlich erhöht. 

Auffällig in dieser Berichtsperiode sei auch ein deutlicher Anstieg des Verkaufsvolumens in den Flächenbezirken 21 und 22. Bei der Transaktionsanzahl beobachten die Experten von Otto Immobilien im 20. sowie im 23. Bezirk mit +300 bzw. +236 Prozent die stärksten Zuwächse.

Sinkende Renditen

Die Maximalrenditen sind in den vergleichbaren Bezirken weiter gesunken, nicht jedoch so stark wie in den vergangenen Jahren, heißt es im Marktbericht weiter. „Am stärksten fiel die Reduktion mit -0,3 Prozent-Punkten in den Bezirken 2, 6, 11, 21 und 23 aus. Generell ist nur mehr im 11. Bezirk eine Rendite von über 3 Prozent erzielbar“, berichtet Christoph Lukaschek, Leiter Investment bei Otto Immobilien. Alle anderen Bezirke weisen mittlerweile eine Rendite von weniger als 3 Prozent auf, auch die Minimalrenditen sind in einigen Bezirken deutlich zurückgegangen.  

Bestand sinkt weiter

Die Zahl der Gründerzeit-Zinshäuser – im engeren Sinn nach Otto Immobilien – sinkt weiter. Während im Herbst 2009 noch 15.529 Gründerzeit-Zinshäuser identifiziert wurden, hat sich ihre Anzahl seit der letzten Berichtsperiode um 57, insgesamt seit 2009 um 1.804 verringert. Somit existieren in Wien mit Stichtag 14.1.2022 nur noch rund 13.725 klassische Gründerzeit-Zinshäuser, so die Researcher von Otto Immobilien. Hauptgrund dafür sei die Begründung von Wohnungseigentum, Abrisse von Gründerzeit-Zinshäusern seien sehr selten, was für ihre hohe bauliche Qualität bzw. ihre ausgezeichnete Adaptierbarkeit spricht, so der Marktbericht.

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