Die Marke Makler: Durch Vertrauen zum Unternehmenserfolg

Häufig werde ich von unseren Maklerkunden darauf angesprochen, wie ihr Berufsstand am österreichischen Immobilienmarkt wahrgenommen wird und ob private Interessenten eher zur Inanspruchnahme von Immobilieninseraten von bekannteren Immobilienmaklerunternehmen tendieren oder ob es dabei rein um das angebotene Objekt geht.

10.12.2014 | Mittwoch vor 5 Jahren von Roland Schmid

Die Marke Makler: Durch Vertrauen zum Unternehmenserfolg

Häufig werde ich von unseren Maklerkunden darauf angesprochen, wie ihr Berufsstand am österreichischen Immobilienmarkt wahrgenommen wird und ob private Interessenten eher zur Inanspruchnahme von Immobilieninseraten von bekannteren Immobilienmaklerunternehmen tendieren oder ob es dabei rein um das angebotene Objekt geht.

Da wir mit IMMOunited und Imabis den heimischen Markt sehr genau beobachten und uns immer wieder gerne von laufenden Marktforschungen inspirieren lassen, hat mich die jüngste EUREB-Real Estate Brand Value Study sehr angesprochen: hier werden anhand einer Analyse von 107 Marken aus neun Teilbranchen der österreichischen Immobilienwirtschaft deutliche Unterschiede sowie etwaige Schwächen aufgedeckt. Unter den Ergebnissen entdeckt man erfreulicherweise viele bekannte Geschäftspartner: unter Österreichs wertvollsten Immobilienmarken 2013 findet sich etwa EHL gleich zweimal.

Zum einen in der Kategorie Immobilienmakler, zum anderen im Teilmarkt Asset Management. In der Teilbranche Projektentwickler konnte Strauss & Partner ordentlich punkten, TPA Horwath konnte seinen Titel im Segment der Immobilienberater verteidigen, Rustler überzeugt im Bereich Facility Management. Die Porreal erhielt den Titel im Teilmarkt Property Management, während BEHF als Architekten brillierten.

Da der Bekanntheitsgrad eines Unternehmens sowie mittel- und langfristige Unternehmenserfolge nicht zuletzt vom Wert einer Marke profitieren, überrascht es, dass aus dieser Studie ebenso hervorgeht, dass österreichische Immobilienunternehmen das Potenzial der eigenen Marke nur spärlich nutzen.

Was wiederum in Anbetracht einer aktuellen Umfrage der Wochenzeitschrift Format verwundert, aus der hervorgeht, dass 98% der befragten Immobiliensuchenden bereits versucht haben, ihr Wunschobjekt ohne Makler zu finden, lediglich 2% der Befragten gaben an, den Immobilienmakler als qualifizierten Dienstleister zu sehen. Und gerade hier könnte ein Makler von der etablierten Marke seines Unternehmens profitieren: indem Kompetenz, Seriosität und Qualität vermittelt werden, ist ein Immobilieninteressent eher bereit, sein Objekt vertrauensvoll über einen professionellen Immobilienexperten zu suchen, als ohne Beratung auszukommen.

Am österreichischen Immobilienmarkt ist es nicht nur wichtig, sondern mittlerweile wettbewerbsentscheidend, ob hoch qualitativ gearbeitet wird. Durch die in den letzten Jahren vermehrte Förderung von Qualität und Transparenz, etwa durch Auszeichnungen der qualitativsten Immobilienexperten (z.B. IMMY, Find My Home Qualitätsmakler, u.v.m.), wird sichtbar, dass sich eine bewährte Marke sehr wohl auf das Unternehmensimage und in weiterer Folge auf erhöhte Kundengewinnung/Bestandskundenbindung sowie erfolgreiches Employer Branding zur Akquisition von potenziellen Mitarbeitern auswirken kann.

Umfrage_Format_2014-10