Projekte Infrastruktur STRABAG erhält Auftrag für Umbau des Prager Masaryk-Bahnhofs

Gleisanlagen werden ausgebaut und eine Fußgängerebene über alle Gleise errichtet - Auftragswert liegt bei rund 137 Millionen Euro

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STRABAG erhält Auftrag für Umbau des Prager Masaryk-Bahnhofs

Der europäische Bautechnologiekonzern STRABAG realisiert über seine tschechische Tochtergesellschaft STRABAG Rail a.s. den Um- und Ausbau des historischen Bahnhofs Masaryk im Herzen Prags. Das Projekt im Auftrag der tschechischen Eisenbahnverwaltung Správa železnic im Wert von € 137 Mio. umfasst sowohl die Modernisierung und Erweiterung der Gleisanlagen als auch die Errichtung einer markanten Fußgänger-Plattform über die Gleise als städtebauliche Verbindung. Insgesamt rd. 44 Monate sollen die Arbeiten dauern, der Baubeginn ist noch im Januar 2024 geplant. Die STRABAG Rail a.s. führt die Baumaßnahmen in Arbeitsgemeinschaft mit der STRABAG s.r.o. durch.

Städtebaulich in die Umgebung integriert

Täglich mehr als 40.000 Fahrgäste verzeichnet der Masaryk-Bahnhof, einer der ältesten Bahnhöfe in der Tschechischen Republik. Durch den Umbau wird nicht nur seine Kapazität deutlich erhöht, der Bahnhofsbereich wird auch städtebaulich besser in die Umgebung integriert. Die Anzahl der Gleise an den Bahnsteigen wird von sieben auf neun erhöht. Die bestehenden Bahnsteige sind barrierefrei umzubauen, Überleitstellen, Signaltechnik und Oberleitungen zu erneuern sowie zusätzliche Überholungsgleise zu errichten.

Architektonisch markantes und konstruktives Highlight des Projekts ist jedoch der Bau einer dreieckigen, 8.600 m² großen Stahlplattform über den Gleisen, die als Fußgängerverbindung zwischen den Straßen Hybernská und Na Florenci dient, den barrierefreien Zugang zu den einzelnen Bahnsteigen gewährleistet und den Übergang zur U-Bahn oder den benachbarten Prestigebauten des Architekturbüros Zaha Hadid ermöglicht. Ein Teil der Plattform wird begrünt, sodass eine Ruhezone inmitten der Metropole entsteht. Die Bewässerung der Grünanlage ist über eine Regenwasserbewirtschaftung geplant.

Die Gesamtmaßnahme ist komplex, erfordert eine enge Abstimmung der Einzelgewerke und findet zudem auf engstem Raum bei nahezu uneingeschränktem Bahnbetrieb statt. Moritz Freyborn, STRABAG SE Unternehmensbereichsleiter für Tschechien, betont: „Wir freuen uns darauf, bei diesem anspruchsvollen Prestigeprojekt in der tschechischen Hauptstadt unsere technische und beraterische Expertise unter Beweis stellen zu können.“  

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von Patrick Baldia 2 Minuten Lesezeit