Positionen & Meinungen Wie wir heute Immobilien nachhaltiger machen

Wir planen und bauen für die nächsten Generationen – dieses Credo bekommt in der aktuellen Nachhaltigkeitsdebatte rund um CO2-Fußabdruck, Ressourcenschonung et cetera eine neue und durchaus brisante Bedeutung.

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Wie wir heute Immobilien nachhaltiger machen

Die Verantwortung und der Aufholbedarf der Bau- und Immobilienwirtschaft bei der Dekarbonisierung ist beträchtlich. Wir sind mit unserem Business vielerorts leider noch nicht Teil der Lösung, obwohl jetzt wichtige Weichenstellungen vorgenommen werden müssen.

Vier Themenschwerpunkte

Stichwort „Green Building“ – wir haben unter diesem Begriff für unsere zukünftigen Immobilienprojekte eine Strategie implementiert, die auf mehreren Ebenen ansetzt. Insgesamt sind es vier Themenschwerpunkte: grüne Immobilien gestalten, saubere Energie nutzen, in Kreisläufen denken und Lebensräume erhalten. Gerade auch Bestandsimmobilien wollen wir EU-Taxonomie-konform machen und bieten hier für Investoren und Bestandshalter auch ganz konkrete Development-Dienstleistungen an.

Es braucht einen ganzheitlichen Zugang

Es geht also um einen ganzheitlichen Zugang zum Thema Immobilienentwicklung, Lebensraumplanung sowie auch Wertsicherung. In puncto Gebäudezertifizierung ist es beispielsweise das europäische DGNB-Zertifikat, das schon in der Planung die richtige Stoßrichtung vorgibt. Beim Energiethema sprechen wir von der kontinuierlichen Erhöhung des Anteils der erneuerbaren Energieträger, und was aktuell noch viel mehr mitgedacht werden muss: der Einsatz von digitaler und hocheffizienter Energiemanagementsysteme auch hinsichtlich der Reduktion des Energie- und Wasserverbrauchs und der Abfallmengen. Der digitale Ansatz hilft auch maßgeblich dabei, wenn es und Gebäudematerialpässe und die Dokumentation aller verwendeter Bauprodukte und Materialien geht. Hier gibt es ein konkretes Ziel: Erreichung eines Recyclinganteils in Gebäuden von mindesten 70 Prozent. Wir treten auch für eine maximale Transparenz und für die Offenlegung relevanter ökologischer Kennzahlen ein (unter anderem CO2-Fußabdruck, Recyclingrate, Lebenszykluskosten et cetera). Und natürlich sprechen wir bei jedem Projekt auch über Begrünungs- und Außenraumgestaltungskonzepte, um Ökosysteme und Biotope wieder herzustellen.

Insgesamt stehen wir also vor einem umfangreichen Paradigmenwechsel, dem wir uns ohne Wenn und Aber stellen müssen. Aber wir sehen auch: Für diese umfangreichen Strategieänderungen stehen uns schon jetzt zahlreiche Tools zur Verfügung. Wir müssen sie einfach nur nutzen und das – wenn wir ehrlich sind – eigentlich besser gestern als heute.

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