Wohnen Finanzierung Zurückhaltende Entwicklungen bei privaten Wohnbaukrediten zeichnen sich ab

Für das dritte Quartal erwarten die Banken weitere und deutlichere Verschärfungen der Richtlinien für Wohnbaukredite sowie einen Rückgang der in den letzten Jahren sehr kräftigen Nachfrage nach Wohnbaukrediten, so eine aktuelle Umfrage der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB).

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Zurückhaltende Entwicklungen bei privaten Wohnbaukrediten zeichnen sich ab

Diese Prognose steht auch mit der Einführung rechtlich verbindlicher Mindestvergabestandards bei der privaten Wohnimmobilienfinanzierung im Zusammenhang.

Bereits im zweiten Quartal 2022 haben die Banken ihre Richtlinien für private Wohnbaukredite etwas verschärft. Als Grund nannten sie die ungünstiger gewordene Risikosituation.

Gemäß den Angaben der befragten Banken haben der Krieg in der Ukraine und die hohe Inflation bisher nur geringe Auswirkungen auf ihr Privatkundengeschäft. Durch die zunehmende finanzielle Belastung der Haushalte und inflationsbedingte Reallohnverluste rückt allerdings das Thema Leistbarkeit bzw. Rückzahlungsfähigkeit von Krediten in den Fokus, was zu restriktiveren Kreditvergabeentscheidungen durch die Banken führt bzw. führen wird – ähnlich wie im Unternehmenskundengeschäft.

Über die Umfrage

Die Zentralbanken des Euroraums – in Österreich die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) – führen gemeinsam mit der Europäischen Zentralbank (EZB) seit Anfang 2003 viermal jährlich eine Umfrage über das Kreditgeschäft im Euroraum durch. Dabei werden rund 150 führende Banken aus allen Ländern des Euroraums befragt, darunter acht Institute aus Österreich.

Die Resultate für den Euroraum werden von der EZB auf ihrer Website publiziert. 

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