ImmoFakten Zwangsversteigerungen

Der Index der Zwangsversteigerungs-Termine ist im Jahr 2022 gesunken, der Index der Erlöse gestiegen - Trendumkehr für das Jahr 2023 in Sicht?

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Zwangsversteigerungen

Im Vergleichszeitraum Jahr 2022 zum Jahr 2021 fiel der Anstieg des Erlös-Index, der die Entwicklung der bei erfolgreich versteigerten Liegenschaften erzielten Erlöse im Verhältnis zum Schätzwert beschreibt, mit 4,2% (von 2020 auf 2021: 12,6%) relativ moderat aus. Der Rückgang des Termin-Index, der die Anzahl der anberaumten Termine charakterisiert, lag mit - 12,1% zwar schon zum dritten Mal hintereinander im 2-stelligen Bereich, blieb dabei aber doch deutlich unter den in den beiden letzten Jahren beobachteten Werten (- 17,5% und - 18,4%).

Dieser bisherige Höchststand des Erlös-Index zeigt die zumindest in der ersten Hälfte 2022 noch ungebrochen hohe Nachfrage nach Immobilien. Erst in der zweiten Jahreshälfte war ein Rückgang der erzielten Erlöse festzustellen, was aber insgesamt für das Jahr 2022 doch noch einmal einen Anstieg des Index bewirkt hat. Die Erwartungshaltung, dass die Grenzen des ungehemmten Wachstums des Erlös-Index erreicht worden sein könnten, hat sich erst ab der zweiten Jahreshälfte bestätigt. Aktuelle Daten zeigen einen ausgeprägten Trend zu Erlösen, die im Durchschnitt in guter Übereinstimmung mit den Schätzwerten liegen. Das lässt aber auch einen doch deutlichen Rückgang des Erlös-Index für 2023 erwarten.

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